7. November: Todestag von Hans Klodt

Hans Klodt ist jahrelang ein sicherer Rückhalt für die legendäre Mannschaft um Kapitän Ernst Kuzorra. 1996 verstirbt der Torwart – rund ein halbes Jahr nach seinem Bruder Berni. schalke04.de schaut in den Rückspiegel und blickt auf historische Ereignisse vom 7. November aus mehr als 114 Jahren Vereinsgeschichte zurück.

1996: S04-Torwartlegende Hans Klodt stirbt

Hans Klodt, der am 10. Juni 1914 auf die Welt kommt, steht mit Unterbrechungen insgesamt zwölf Jahre im Schalker Tor. Mit ihm zwischen den Pfosten werden die Knappen dreimal Meister und einmal Pokalsieger. Der ältere Bruder von Berni Klodt stirbt am 7. November 1996 – ein knappes halbes Jahr nach seinem Bruder. Hans Klodt verdient sich seine ersten Meriten auf dem Fußballplatz beim BV 12 Gelsenkirchen. Erst ab der Saison 1936/1937 steht er im Tor der Knappen. Er löst damals Hermann Mellage als Nummer eins ab. „Klodt war ein echter Sympathieträger, ein Kumpeltyp, der bei seinen Mannschaftskameraden sehr beliebt war“, würdigte Herbert Burdenski, der zusammen mit Klodt im Meisterteam von 1941 stand, den Torhüter. Ab 1938 steht Klodt auch im Tor der deutschen Nationalmannschaft, für die er bis 1941 17 Spiele bestreitet. Im Krieg wird Klodt verwundet, seine Karriere unterbrochen. Beim Gewinn der Deutschen Meisterschaft 1942 steht daher nicht er im Tor, sondern Heinz Flotho. Erst Mitte 1943 ist Klodt wieder Schalkes Schlussmann. Im Mai 1947 erlebt er eine der bittersten Stunden seiner Laufbahn. Gegen Borussia Dortmund verlieren die Knappen das Endspiel um die Westfalenmeisterschaft mit 2:3. Dabei führen die Schalker noch bis zur 75. Minute mit 2:1. Es folgt die wohl die schwärzeste Viertelstunde in der Karriere des Torwarts: Erst lässt Klodt einen Weitschuss von Ruhmhofer passieren, fünf Minuten vor Schluss rutscht er im Strafraum aus. Herbert Sandmann, ein späterer Schalker, lässt den BVB jubeln. Sein letztes Jahr auf Schalke ist das erste der Oberliga West. 1947/1948 springt Klodt noch dreimal für seinen Nachfolger Heinz Kwiatkowski ein. Anschließend wechselt er zur Spvgg. Beckum, wo er bis 1955 spielt und auch das Traineramt übernimmt. Außerdem trainiert er noch Teutonia Lippstadt.

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