Schöpf trifft in der Nachspielzeit – S04 gewinnt 1:0 gegen Moskau

Der FC Schalke 04 hat die Gruppenphase in der Champions League mit einem Sieg beendet. Gegen Lokomotive Moskau traf Alessandro Schöpf am Dienstag (11.12.) in der Nachspielzeit in die Maschen und sorgte damit für einen 1:0-Erfolg der Königsblauen, die das Achtelfinal-Ticket bereits vor dem Anpfiff sicher in der Tasche hatten. Für den russischen Meister ist die Europapokal-Saison hingegen beendet.

Teuchert-Comeback, Premieren von Goller und Kutucu

Cedric Teuchert feierte nach zweimonatiger Verletzungspause sein Comeback. Der U21-Nationalspieler begann anstelle von Guido Burgstaller, der sich im Derby eine Muskelverletzung zugezogen hatte. Der Österreicher wird daher im Kalenderjahr 2018 nicht mehr spielen können.

Gegenüber der 1:2-Niederlage gegen die Schwarz-Gelben gab es zudem noch sieben weitere Wechsel in der Startelf. Hamza Mendyl, Omar Mascarell, Suat Serdar, Yevhen Konoplyanka, Benjamin Stambouli, Naldo und Benjamin Goller, der seine Pflichtspiel-Premiere im Profifußball feierte, ersetzten Bastian Oczipka, Weston McKennie, Sebastian Rudy, Daniel Caligiuri, Nabil Bentaleb, Salif Sané und Amine Harit.

Neben Goller feierte im Verlauf der zweiten Halbzeit noch ein weiteres Talent aus der Knappenschmiede sein Profidebüt. Ahmed Kutucu, Stürmer aus der U19, wurde nach 72 Minuten für Cedric Teuchert eingewechselt.

Kaum Strafraumszenen

Die erste Halbzeit lieferte kaum Höhepunkte. Der Großteil des Geschehens spielte sich über weite Strecken im mittleren Drittel des Platzes ab. Dort ereignete sich nach etwas weniger als einer Viertelstunde eine unschöne Szene. Dmitri Barinov hatte Hamza Mendyl gefoult und dabei am Sprunggelenk getroffen. Für den Marokkaner war die Partie damit beendet. Seinen Platz auf der linken Seite nahm Abdul Rahman Baba ein.

Insgesamt hatten die Königsblauen mehr vom Spiel und zeigten offensiv immer wieder gute Ansätze. Allerdings fehlten im Angriffsspiel die letzte Konsequenz und auch der letzte Tick Präzision, um das optische Übergewicht sowie das Plus an Ballbesitz und Pässen auch in Zählbares umzumünzen. Lokomotive tauchte nur einmal gefährlich vor dem Schalker Tor auf. Sekunden vor dem Pausenpfiff schoss Igor Denisov aus zehn Metern links über die Latte.

Großer Jubel in der Nachspielzeit

Anders als im ersten Spielabschnitt dauerte es nach dem Seitenwechsel nicht lange, bis erstmals ein Raunen durch das Stadion ging. Yevhen Konoplyanka nutzte einen Ballverlust des russischen Meisters und schloss aus spitzem Winkel ab. Seinen Schuss aus linker Position auf die kurze Ecke konnte ‚Loko‘-Schlussmann Guilherme aber parieren (48.). Wenig später wurde es erneut gefährlich. Nach einer Konoplyanka-Hereingabe traf Cedric Teuchert den Ball am Fünfmeterraum aber nicht richtig, ein neuerliches Zuspiel ins Zentrum von Alessandro Schöpf konnte Moskau dann klären (52.). Fast im direkten Gegenzug wurde Ralf Fährmann geprüft, als er einen Schuss aus 18 Metern von Anton Miranchuk per Faustabwehr klärte.

Nach einer Stunde konnte sich Guilherme dann wieder auszeichnen. Der gebürtige Brasilianer, der seit einigen Jahren die russische Staatsbürgerschaft besitzt, tauchte bei einem Schuss von Yevhen Konoplyanka ab und fischte die Kugel aus der langen Ecke. Auch Suat Serdar schaffte es nicht, den gegnerischen Keeper zu überwinden. Bei einem Flachschuss von Schalkes Nummer 8 von der Strafraumgrenze war Guilherme in der 68. Minute abermals auf dem Posten und packte sicher zu. Serdar stand auch bei der nächsten Schalker Offensivaktion im Mittelpunkt. Nachdem Naldo den Ball nach einer verlängerten Konoplyanka-Flanke fast von der Torauslinie in die Mitte bugsiert hatte, brachte Serdar das Leder nicht im leeren Tor unter, touchierte den Ball aber noch leicht. So kam Matija Nastasic in guter Position nicht an die Kugel (74.).

Als alles auf ein 0:0 hinauslief, schlugen die Knappen dann noch einmal eiskalt zu. Wieder hatte Serdar geschossen, wieder hatte Guilherme pariert – allerdings gab es dieses Mal einen Nachschuss. Und diesen versenkte Alessandro Schöpf in der ersten Minute der Nachspielzeit im rechten Eck zum 1:0-Endstand.

Auslosung am 17. Dezember

Auf wen die Knappen im Achtelfinale treffen, wird am Montag (17.12.) ab 12 Uhr in der UEFA-Zentrale in Nyon ermittelt. Sky Sport News HD und Eurosport übertragen die Auslosung live.

Zwei Tage zuvor, am Samstag (15.12.), bestreitet der FC Schalke 04 sein nächstes Spiel in der Bundesliga beim FC Augsburg. Anstoß ist um 15.30 Uhr in der WWK Arena.

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